Mobiles Internet teilweise deutlich schneller als DSL

DSL-Netzausbau schreitet nur sehr langsam voran

Immer noch gibt es hunderttausende Menschen, bei denen kein DSL verfügbar ist. Eigentlich eine Schande, wenn man bedenkt, dass das Internet mittlerweile aus unserem Leben kaum wegzudenken ist und oftmals gar Voraussetzung (beziehungsweise zumindest erleichternd) um an diversen sozialen Aktivitäten teilnehmen zu können. Vor allem in ländlichen Gegenden gibt es immer noch viele Menschen, die keinen Zugriff auf schnelles Internet, einen Breitbandzugang haben. Auch die Geschwindigkeiten des DSL-Zugangs in den Gebieten, in denen dieser vorhanden ist, variieren sehr strak.

Anders sieht es hingegen im Bereich des mobilen Internets aus. Der recht neue Standard LTE, der zur 4. Netzgeneration gezählt wird, ist auf dem Vormarsch und Anbieter treiben den Ausbau effektiv voran. Dies führt dazu, dass in einigen Gegenden das mobile Internet mit LTE tatsächlich deutlich schneller ist als die herkömmliche DSL-Verbindung. Zwar hat die Bundesregierung Pläne gemacht, nach denen die letzten Lücken in der Breitbandversorgung innerhalb der nächsten 1 bis 2 Jahre geschlossen werden sollen, bis dahin müssen Betroffene sich jedoch selber um eine Lösung bemühen.

LTE als DSL-Ersatz

Möglich ist es nun natrürlich statt eines normalen DSL-Vertrags bei Anbietern wie der Telekom oder Vodafon einen LTE-Vertrag abzuschließen. Allerdings gibt es hier einen kleinen aber gemeinen Stolperstein: Während es sich bei DSL-Vertägen in der Regel um echte Flatrates handelt, beinhalten LTE-Vertäge in den meisten Fällen eine Drosselung, wenn man ein bestimmtes Datenvolumen verbraucht hat. Oftmals reicht dieses Datenvolumen nicht um jeden Tag einen Film zu streamen oder regelmäßig große Datenmengen herunterzuladen.

Somit bekommt man bei einem LTE-Vertrag zwar schnelles Internet, dieses jedoch nur bis zu einer bestimmten Datenmenge. Hat man diese Grenze erreicht, wird das Tempo gedrosselt und man suft mit einer deutlich langsameren Verbindung. Von daher ist es meist sinnvoller eine langsamere DSL-Verbindung zu nutzen und eine DSL-Flatrate zu buchen. Hier hat man zwar eine etwas langsamere Grundgeschwindigkeit, behält diese jedoch auch dann, wenn man über bestimmte Datenvolumen hinauskommt.

Hybridverträge

Um diese Drosselung zu umgehen, bietet die Telekom mittlerweile sogenannte Hybridverträge an. Hierbei werden LTE und DSL kombiniert, sodass die Geschwindigkeit steigt, dabei aber das Datenvolumen wie bei einem DSL-Vertrag nicht begrenzt ist. Nachteil hierbei ist jedoch, dass diese Verträge momentan noch recht teuer sind.

Insgesamt zeigt sich, dass der Netzausbau auch in Zukunft Thema sein sollte und Netzbetreiber verpflichtet sein sollten auch entlegene Regionen mit den schnellen Standards zu versorgen. Nur weil eine neue Technik mehr Profit verspricht, dürfen ältere Techniken nicht einfach vergessen werden.