Werden Handys ökologisch? Dezember 16, 2008 | 05:26 pm
Werden Handys ökologisch?
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Die Überschrift ist in der Tat ein wenig provokativ. Denn wie die meisten wissen, gibt es ja bereits erste Ansätze, Handys umweltfreundlicher zu machen. Doch ist das Ende der Fahnenstange in diesem Bereich noch lange nicht erreicht. Das weiß auch der Spiegel, wo sich ein umfassender Artikel zu den neuesten Technologien und Ideen im Bereich mobilfunkender Nachhaltigkeit findet.

Besonders spannend finde ich dabei die Möglichkeit, durch Sprechen zusätzlichen Strom zu erzeugen. Ja, richtig gelesen: je mehr wir reden, desto mehr lädt sich der Handy-Akku. Urheber bzw. Entdecker dieser Möglichkeit ist der US-amerikanische Wissenschaftler Tahir Cagin:

Der auf Nanotechnologie spezialisierte Cagin hat ein Material entdeckt, das die Energie der beim Sprechen ausgesendeten Schallwellen besonders effektiv in Strom umwandeln kann. Bei dem nicht näher spezifizierten Stoff handele es sich um ein piezoelektrisches Material, teilt die Universität mit. Dass solche Materialien zur Stromerzeugung geeignet sind, ist seit langem bekannt.

Auch Intel hat sich dieses Themas angenommen und präsentiert eine etwas andere und weitergehende Lösung:

Anders als Cagin will man sich bei Intel aber nicht auf Piezo-Effekte beschränken, sondern unterschiedliche Energiequellen anzapfen. Als Beispiele nannte Rattner Körperwärme und Bewegungsenergie des Nutzers. Aber auch bekannte Methoden wie etwa Solarzellen, die gleichzeitig als Display dienen, seien vorstellbar. Ebenso wird daran gedacht, elektromagnetische Wellen, wie sie etwa TV-Sender erzeugen, auszunutzen.

Ebenfalls andenkbar sind Handys, die durch Bewegung Strom erzeugen – etwa durch Tanzen oder durch das einfache Drehen um die eigenen Achse. Schöne neue Welt, die in diesem Fall durchaus positiv angenommen würde. Denn offensichtlich unterstützen 97 Prozent der Deutschen die Förderung erneuerbarer Energien.


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