
Das iPhone ist und bleibt das heißeste Thema in der Handywelt. Nachdem es sich zunächst um ein Gerücht gehandelt hatte, das Gerät dann angekündigt und schließlich vorgestellt wurde, hält uns dieses neue Telefon von Apple in Atem. Dabei ist das iPhone hierzulande noch nicht einmal auf dem Markt, denn erst Ende des Jahres sollen die ersten iPhones verkauft werden.
Das große Fragezeichen lautet aber zurzeit noch: Von wem? Denn, ebenso wie in den USA, plant der Hersteller auch hier, die Verkaufsrecht nur an einen Mobilfunkbetreiber zu vergeben. The Winner takes it all, wie es die Süddeutsche Zeitung pointiert ausdrückt. Weiter heißt es in dem Artikel: Wer den Zuschlag erhält, dürfte auf Anhieb neue Kunden haben.
Interessant ist dabei, dass Apple sozusagen den Spieß umdreht und sich Vodafone, T-Mobile, E-Plus und O2 nach den Bedingungen des Herstellers zu richten haben:
in der Branche rumort es: Von den Betreibern sei zu hören, dass Apple "unglaublich arrogant" in den Verhandlungen auftrete, erklärt Avi Greengart, Telekom-Analyst des Marktforschers Current Analysis vor kurzem.
"Apple dreht den Markt um", sagt Markus Eckstein, Handy-Experte von der Fachzeitschrift connect. "Sonst picken sich die Netzbetreiber die Handys raus, jetzt ist es umgekehrt."
Bei Verivox ist in diesem Kontext sogar von juristischen Schritten die Rede, denn die ersten Verbraucherschützer melden Zweifel an, ob es zulässig ist, ein Produkt einen bestimmten Vertrag zu koppeln:
Patrick von Braunmühl vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sagt: "Sollte Apple diesen Weg in Europa gehen, ist das für die Kunden sehr ärgerlich". Es müsse überlegt werden, ob gegen solch ein Vorgehen juristische Schritte möglich seien.
Ich bin mal gespannt, wie oft sich das iPhone tatsächlich verkauft. Am Ende ist es doch nur ein großer Hype, der nur die eingefleischten Apple-JüngerInnen ergreift und den normalen Handynutzer völlig kalt lässt. Denn wer lässt sich schon einen unattraktiven Vertrag andrehen, nur um ausgerechnet dieses Handy in den Händen zu halten?