Versuch: Handy meldet Bewegungen
abgelegt im Archiv Hintergrund am 06.06.08

© pokpok313
Warum gibt es hier eigentlich keine Kategorie für Datenschutz? Vielleicht, weil es bislang nicht nötig war. Doch angesichts des Telekom-Skandals und einem Versuch der Northeastern University in Boston sollte diese vielleicht mal angelegt werden. Worum es geht? Um nicht mehr und nicht weniger als das Anlegen eines Bewegungsprofils mit Hilfe des Handys. 20min.ch findet das Ganze offensichtlich unproblematisch und findet es eher interessant, dass sich Menschen in aller Regel innerhalb eines Radius von fünf bis zehn Kilometer bewegen. Doch lesen wir:
Dr. Marta Gonzales, Mitautorin des Papiers, liess verlauten, dass «es wunderbar wäre, wenn jeder Handybesitzer seine Daten den Universiäten zur Verfügung stellen würde». Denn die Daten seien sehr ergiebig.
Die Idee, die menschlichen Bewegungen anhand ihrer Mobiltelefone zu eruieren, ist neu. Bislang versuchten es die Forscher mittels GPS oder Umfragen. Beide Systeme haben sich aber als viel zu teuer erwiesen.
Na, dann kann man offensichtlich auch Geld sparen und 100.000 Handy-Benutzer anzapfen um deren Bewegungsprofile zu erfahren:
Während sechs Monaten wurde jedes Mal, wenn eines der 100 000 Handys entweder eine Nummer wählte, ein SMS empfing oder sendete oder einen Anruf erhielt, der gegenwärtige Standort an die Basis übermittelt.
Ach, ja: Gefragt wurden die Nutzer natürlich nicht.

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Permalink: Versuch: Handy meldet Bewegungen
Tags: Datenschutz Bewegungsmelder Handy Mobiltelefon Ortung
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