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Spass
von Christoph Römer am 27.02.07

Das japanische System MuPass transferiert Klingeltöne vom Handy zu Haushaltgeräten und bringt Wecker, Babyspielzeug und Mikrowellen zum Klingen. Spezielle Ton-Kreationen sollen Kleinkinder beruhigen oder Morgenmuffel motivieren.
So weit, so gut: Klingeltöne für den Mikrowellenherd oder den Wecker klingt einfach nur nach einer weiteren Individualisierung dieser Geräte. Doch daneben wird den Klingeltönen noch ein - gewissermaßen therapeutischer - Nutzen zugeschrieben:
Um den neuen Einsatzgebieten gerecht zu werden, hat Sammy jedenfalls eigens eine Reihe "emotional-funktionaler" Töne entwickelt. Die wissenschaftliche Weihe erhalten die Klangschnipsel von einer weltweit wohl einmaligen Institution, dem "Japan Ringing Tone Laboratory". Mit diesem Anspruch soll der Wecker-Klingelton "Wach auf und fühl die dich großartig" aus Morgenmuffeln Durchstarter machen. Notorisch quengelige Kleinkinder sollen unterdessen durch den Ton "Das Baby hört auf zu Weinen" prompt ihren Seelenfrieden finden.
Es geht aber durchaus noch seltsamer. Denn bereits im Jahr 2004 war ein so genannter "Brustvergrößerungs-Klingelton" ein echter Verkaufsschlager:
Das angeblich medizinisch wirksame Handy-Piepen fand bei einem Preis von rund zwei Euro mehr als 100.000 Käufer und Käuferinnen. Urheber des Sounds war übrigens ausgerechnet ein Mitglied der berüchtigten Aum-Sekte, der sein Produkt als "positive Gehirnwäsche" anpries.
Permalink: Therapeutische Klingeltöne made in Japan
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Wong
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