
Rechtzeitig zur Leichtathletik-WM stellt golem.de ein praktisches und ungemein leistungsfähiges GPS-handy für Sportler vor. Wobei ich mich frage, was an dem Mambo 2 Sport Edition noch Handy ist, denn in erster Linie dürfte sich das gute Stück an ein Fahrrad montiert wiederfinden.
Das Gehäuse der Mambo 2 Sport Edition basiert auf der Personal Edition des Anbieters, ist also ebenfalls spritzwassergeschützt und soll auch Stöße aushalten. Beide Modelle besitzen keine Tastatur, sondern nur zwei Knöpfe und einen 5-Wege-Navigator. Der Einsatzzweck ist aber bei der Sport Edition ein komplett anderer. Während es bei der Personal Edition darum geht, andere Menschen bei ihren Wegen zu überwachen, stellt die Sport Edition so etwas wie einen digitalen Trainingsassistenten dar.
Das Ganze funktioniert natürlich via GPS, wobei die Daten via GPRS an Miavojo-Dienst übermittelt werden. Dieser kümmert sich um die Speicherung sowie die Auswertung, sodass Hobby- oder auch Leistunssportler nach jeder Trainingseinheit genau sehen können, wie viele Kilometer in welcher Zeit zurück gelegt wurden.
Auch Daten eines Pulsmessers werden berücksichtigt bzw. das Handy misst den Puls und sorgt gleichsam für die Auswertung.
Eine Funktion halte ich jedoch für ein wenig skurril. Es handelt sich dabei um den speziellen Alarm, in Kombination mit einem Bewegungssensor:
Wenn das Gerät länger als zwei Minuten überhaupt nicht bewegt wurde, sendet es einen Alarm aus. Wenn dann etwa ein Radfahrer stürzt und sich nicht mehr bewegen kann, würde das Gerät den Notfall melden. In einer entsprechenden SMS ist dann auch ein Google-Maps-Link enthalten, der die letzte aktuelle Position des Sporttreibenden zeigt.
Das kann in wenigen Fällen sinnvoll sein, ist aber doch eher eine Spielerei.
Übrigens: in punkto klassischer Handy-Funktionen macht das Mambo keinen allzu guten Eindruck. SMS können zwar empfangen aber nur schwerlich gesendet werden und auch der PReis von 360 Euro ist für ein Handy überaus teuer.
Sportler werden die Funktionen aber vermutlich zu schätzen wissen.
August 18th, 2009 at 05:18
Leider haben sich in den Post zwei Missverständnisse eingeschlichen: Das Handy zeigt sehr wohl die Pulswerte an, auch ein optisches und akustisches Signal beim überschreiten individueller Werte ist möglich.
Zum Alarm per Bewegungsmelder: Dieser ist selbstverständlich nur während der Sportausübung aktiv. Bevor ein Alarm nach zwei Minuten Bewegungslosigkeit ausgelöst wird, erfolgt ein akustischer Hinweis und ein 20 Sekunden Countdown, so dass Fehlalarme (etwa bei einem Zwangsstopp am Bahnübergang) verhindert werden können.