
Selbst im Land der freiwilligen Selbstverpflichtungen sind noch kleine Wunder möglich. Denn anders als ein Wunder kann man das langersehnte Eingreifen des Staats in die Telefontarife nicht bezeichnen. Die Regulierungsbehörde hat damit erstmals in den deutschen Mobilfunkmarkt eingegriffen, nachdem sich die Unternehmen nicht auf eine freiwillige weitere Absenkung der Einwahlpreise hatten einigen können., wie RP-Online berichtet.
Immerhin runde 20 Prozent Preissenkung wurden verordnet und zwar für die großen Vier: T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2. Die neuen Preise gelten für die Durchleitung von Telefonaten, d.h. Telefonate vom Festnetz auf das Handy und vice versa
Dumm nur, dass bestehende Verträge nicht von dieser Preissenkung betroffen sind. Außerdem darf man hier gespannt sein, welche Winkelzüge den Unternehmen noch einfallen, um die Regulierung zu verhindern. Bislang war allerdings nicht von Millionen gefährdeter arbeitsplätze oder Ähnlichem die Rede … wer weiß, vielleicht setzt sich nun ja eine Preisspirale in Gang, denn auch von Seiten der IP-Telefonie geraten die Handy-Anbieter immer mehr unter Druck.