Pfui: Geldstrafe für unsittliche MMS
abgelegt im Archiv Spass am 04.02.08
Sorry, dass ich diese Meldung unter "Spaß" einordne. Doch eigens die Kategorie "Nötigung" einzuführen, wäre mir dann doch ein wenig übertrieben erschienen. Es ist schon erstaunlich auf welche Ideen manche Menschen kommen. So hat ein 21-jähriger Thüringer einfach mal seine Handykamera auf seine entblößte Körpermitte gerichtet, "klick" abgedrückt und dann das Foto wahllos in die Welt geschickt.
So berichtet der Tagesspiegel vom Gerichtsverfahren vor dem Amtsgericht Sondershausen:
In der Ermittlungsakte wird das Corpus Delicti als "Abbildung eines nackigen Penis mit Hodensack" beschrieben. Nach Gerichtsangaben fanden sich in seinem Mobiltelefon zahlreiche Anruflisten. Deshalb vermuten die Ermittler weitere derartige Handy-Botschaften. Der Mann selbst habe das Versenden als Scherz bezeichnet und nach eigenen Angaben nicht weiter über mögliche Folgen nachgedacht.
Mögliche und in diesem Fall auch zutreffende Folgen waren die Anzeige einer Hausfrau und eine geldstrafe von 150 Euro auf Bewährung und zwar wegen "Verbreitung pornografischer Schriften".
Ein erhobener Zeigefinger, der irgendwie ja auch berechtigt ist. Denn so etwas gehört sich ja nun wirklich nicht ....

Permalink: Pfui: Geldstrafe für unsittliche MMS
Tags: Handy Foto Gerichtsurteil Penis Thüringen
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