
Was tut man, wenn man ein Verbrechen beobachtet hat? Richtig: Die Polizei anrufen. Doch wie der österreichische "Kurier" berichtet, kann man dies in New York künftig nicht nur per Stimme, sondern auch mit Photos. Denn:
Die New Yorker Polizei bekommt demnächst ein Millionenheer von Hilfssheriffs. Jeder Bürger, der Zeuge eines Verbrechens wird, einen Handtaschenraub beobachtet oder einen Graffiti-Sprayer erwischt, soll – click! – per Fotohandy ein Bild der Szene direkt an die Polizeizentrale schicken können. Bürgermeister Michael bloomberg, der sein eigenes Milliardenvermögen mit modernen Kommunikationstechnologien ("Bloomberg") gemacht hat, will die Notrufnummer 911 so ausstatten, dass sie auch digitale Bildsignale empfängt.
Auch Inside-Blog schreibt über diese neue Entwicklung und mutmasst schon einmal, wie scharf man beispielsweise einen Exhibitionisten wirklich ablichten möchte:
In dem Fall darf es dann allerdings wohl aber auch eine Kamera mit VGA-Auflösung sein.
Doch fernab von allem Spaß, frage ich mich, ob man diese Tendenz eher gut oder eher schlecht finden soll. Denn auf der einen Seite führt dies ggf. zu einer besseren Aufklärung und im besten Fall sogar Prävention von Straftaten. Doch die Wurzeln bzw. sozialen Hintergründe eines Verbrechens sind damit in keiner Weise bekämpft, wenn sich Bürgerinnen und Bürger künftig gegenseitig auflauern.
Man wird wohl abwarten müssen, wie sich diese Idee letztlich in der Praxis bewährt.