
Wo haben Sie Ihr Handy her? Die meisten Leserinnen und Leser werden auf diese Frage sicherlich Handy-Shop oder ggf. "geschickt bekommen" antworten. Dass es neuerdings auch anders geht, zeigt Motorola. Denn die Firma erprobt, laut PC-Magazin, derzeit Automaten, über die Kunden neben Mobiltelefonen auch passendes Zubehör erwerben können. Diese "Handy-Automaten" garantieren eine Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit und sollen herkömmliche Läden für Mobiltelefone ergänzen.
Den Anfang machte der Flughafen von San Francisco. Doch nicht nur, dass man in den Automaten ein einfaches Endgerät ziehen kann. ZDnet schreibt:
Die Handyautomaten sollen zusätzlich zu den herkömmlichen Läden eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung herstellen, so Motorolas begründung des Projektes. Via Touch-Screen kann sich der Kunde die Farbe aussuchen und nach Wunsch auch einen Vertrag mit den Betreibern T-Mobile, Verizon oder Cingular abschließen. Bezahlt wird mit der Kreditkarte. Zum Schluss überreicht ein Roboterarm das gewünschte Gerät. Auf persönliche Beratung muss bei den Automaten freilich verzichtet werden.
Geplant sind 20 Automaten. Ich frage mich nun, wer so etwas braucht. Denn zum einen dürften die Kosten für die Sicherheit dieser Automaten enorm sein. Wer einen Handy-Automaten knackt hat mit Sicherheit mehr verdient als bei einem Zigaretten oder Kaugummi-Automaten. Wenn man bedenkt, dass in Deutschland mehr als 80 Millionen Handys existieren, sehe ich kaum einen Bedarf für ein Handy aus dem Automaten. Und wer keine Lust auf Beratung hat, kann ja auch den meist kostenlosen Versand nutzen.