Infineon bringt Blitzableiter für das Handy Dezember 13, 2007 | 04:21 pm
Infineon bringt Blitzableiter für das Handy

Wenn ein Artikel schon mit den Worten Kein Aprilscherz überschrieben ist, dann kann man sich denken, dass es eine Erfindung der eher seltsamen Art ist. Und in der Tat: Einen Blitzableiter für Handys gab es meines Wissens bislang nicht. So informiert uns die Computerwoche:

Ein kleines elektronisches Bauteil soll Mobiltelefone künftig vor einer Überdosis Strom schützen. Der Münchener Chipproduzent Infineon stellte Mittwoch den kleinsten Blitzableiter für Chips vor. Die sogenannte TVS-Diode (TVS steht für Transient Voltage Suppression) ist nur 0,6 Millimeter lang, 0,3 Millimeter breit und 0,3 Millimeter hoch und damit kleiner als ein Zuckerkristall.

Mit Bltzableiter sind dabei allerdings nicht die Blitze eines Gewitters gemeint, denn wenn diese ins Handy einschlagen, ist es sowieso schon zu spät. Gemeint sind vielmehr die kleinen elektrostatischen Aufladungen, die beispielsweise dann entstehen, wenn mann/frau einen Synthetikpullover auszieht oder an eine Autotür packt. Diese Spannung sind für den Menschen nicht gefährlich doch können sie die Chips in einem Handy im "worst case" zerstören.

Wie oft ein solcher Fall bislang eingetreten ist, wurde nicht bekannt, doch

Infineon ist auf Innovationen dieser Art dringend angewiesen, denn das Unternehmen schreibt derzeit tief rote Zahlen.

Mal schauen, ob wir bald einen Blitzableiterboom erleben, der der Firma wieder auf die Sprünge hilft …


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