
Es ist soweit: Die Bundesnetzagentur hat die Frequenzvergabe für Handy-TV nach dem Standard DVB-H begonnen. Dabei ist natürlich nicht damit zu rechnen, dass dermaßen utopische Summen gezahlt werden, wie im Jahr 2000, als die UMTS-Frquenzen mehr als 16 Milliarden DM (also rund 8,5 Milliarden Euro) eingebracht hatten.
Doch trotzdem herrscht eine gewisse (Zweck?)euphorie:
"Nun wird ein entscheidender Schritt für das mobile Fernsehen in Deutschland getan", sagte der Präsident der Netzagentur, Matthias Kurth, am Donnerstag in Bonn. laut Verivox.
Weiter Infos liefer SZon:
Im Jahr 2008 soll der Aufbau der Netze in den 16 Landeshauptstädten beginnen. Ab 2009 wird der Ausbau der Netzagentur zufolge nach und nach alle deutschen Städte mit mehr als 150 000 Einwohnern sowie mindestens in jedem bundesland die vier einwohnerstärksten Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern erfassen.
Es fragt sich nur, ob bis dahin nicht ein anderer Standard die Oberhand gewonnen hat …
April 29th, 2007 at 16:16
Das klingt alles sehr euphorisch. In der tat. Auf unserem dies jährigen CeBIT Stand hatten wir einige Handy-TV Geräte mit aktuellem Standard aufgebaut. Das Interesse war teils verhalten, teils sehr groß.
Es schien jedoch eher so zu sein, daß die vorgestellten Handy-TV Handys nicht bei den Kunden ankamen. Es bleibt daher abzuwarten. Die Kunden werden sich nur auf Handy-Tv einlassen, wenn es eh im Handy verfügbar ist. Ich glaube nicht, daß sich ein Kunde pro Handy TV entscheidet, wenn er einen neuen Tarif oder ein neues Handy kaufen möchte.
Ein weitere Aspekt ist das Thema Werbung. Wird her zu viel auf den Handsets geworben gehts nach hinten los…