
Neben all den vielen neuen Handy, Gadgets und Angeboten geraten manche Themen regelrecht in den Hintergrund. Um so erfreulicher ist es, dass sich der Spiegel in einem ausführlichen Artikel mit der Bedeutung von Handy und GPS für Blinde und hörgeschädigte Menschen befasst. Zwar befinden sich die meisten der hierzu entwickelten Ideen noch in der Testphase, doch ist wohl damit zu rechnen, dass die Segnungen der mobilen Kommunikation auch Menschen mit Seh- oder Hörschwächen erreichen.
Beispiele sind die italienische Region Piemont, die das System "Easy Walk" flächendeckend anbieten und die Kosten von den Gemeinden übernehmen lässt.:
"Easy Walk" kombiniert die Daten aus einem GPS-Empfänger mit einer individuellen Callcenter-betreuung: Nutzer erhalten auf Anfrage Informationen zu Restaurants, Apotheken in ihrer Nähe oder zu beliebigen anderen Zielen, anschließend können sie sich von Mitarbeitern des Callcenters lotsen lassen, die dazu die Position des Blinden in Echtzeit auf ihren Monitoren verfolgen können.
Auch das LAMA-Projekt im britischen Hursley ist in diesem Kontext zu nennen,
bei dem Fahrpläne und Ansagen an Flughäfen oder Bahnhöfen aufs Handy kommen. So können sich Blinde den Inhalt von Anzeigetafeln vorlesen lassen , während Menschen mit Hörschwäche Ansagen per SMS erhalten. Oder der "elektronische Blindenhund", der per Sensor und GPS sicheres Navigieren im Freien ermöglicht, und auf der letzten Cebit mit einem Designpreis ausgezeichnet wurde.
Prima Ideen, die sicherlich noch ausbaufähig sind.