
Eigentlich kennt man Selbstzerstörungssequenzen ja eher aus Science-Fiction-Filmen à la Star Trek- Doch angesichts der neuen Elektroschrott-Richtlinie der EU hat sich der Mobiltelefonhersteller Nokia Gedanken gemacht, wie man Handys am Besten recyclen kann. Der Spiegel schreibt:
Nokia arbeitet daher nach eigenen Angaben derzeit an Handys, die sich unter gezielter Hitzeeinwirkung durch einen Laser wie von selbst zerlegen, wobei die verschieden zu behandelnden Baugruppen wie batterie, Display, Platine und Plastikhülle so aufgebaut sind, dass sie anschließend relativ einfach in jeweils speziellen Verfahren weiterverarbeitet werden können.
Das Verfahren, das Nokia aktuell in Zusammenarbeit mit der Universität von Helsinki und der finnischen Uhrmacherschule entwickelt, basiert auf Hitzeeinwirkung durch Laser, mit Temperaturen zwischen 60 und 150 Grad.
Wenn der Zerlegungsprozess bei niedrigeren Temperaturen eingeleitet würde, würden die Handys, beispielsweise im sommerlich aufgeheizten Auto, auseinanderfallen. Bei höheren Werten würde schlicht die Plastikhülle schmelzen.
Ein interessanter Ansatz, denn angesichts der vielen Millionen Althandys, die jährlich anfallen, könnte so eine Menge für die Umwelt getan werden.