Großbritannien: Drakonische Strafen für Handy am Steuer
abgelegt im Archiv Hintergrund am 05.03.07
Handy am Steuer - wir alle wissen, dass dies eine Unsitte ist, die im schlimmsten Fall zu schweren Unfällen führen kann. In Großbritannien hat der Gesetzgeber nun reagiert und verhängt künftig wahrlich harte Strafen für all diejenigen, die es nicht lassen können und ohne freisprechanlage am Steuer telefonieren.
Wie der Spiegel berichtet, kann allein das Lesen einer SMS schon satte 1.500 Euro kosten. Und auch der Führerschein gerät durch allzu mobile Kommunikation schnell in Gefahr.
Zu den deutlich verschärften Sanktionen wurden außerdem die Befugnisse der britischen Ordnungshüter, automobile Handy-Sünder zu überführen, stark ausgeweitet. Das Maßnahmenpaket ist die Konsequenz aus neuen Erkenntnissen zu Gefährdungen durch den Mobiltelefon-Gebrauch am Steuer. Inzwischen gilt es unter Wissenschaftlern als ausgemacht, dass Telefonate ähnlich negative Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben können wie Alkoholkonsum.
Das Resultat: In Großbritannien bekommt jeder Autofahrer, der mit dem Handy erwischt wird, drei Punkte in der nationalen Verkehrssünderkartei, in Deutschland dagegen, ist nur ein Punkt fällig. Dazu kommt, dass man auf der Insel mit 12 Punkten schon den Führerschein abgeben muss (in Deutschland bekanntlich erst bei 18 Punkten).
Es wird vermutlich nicht mehr lange dauern, bis eine allgemeine europäische Regelung getroffen wird, die sich vermutlich eher an Großbritannien als am vergleichsweise großzügigen deutschen Recht orientieren wird.

Tags: Handy am Steuer Auto Strafe
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Wong
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