
Als Endkunde kann man die EU-Kommission eigentlich nur beglückwünschen. Denn nach dem teilweisen Fall der Roaming-Gebühren, geraten nun eventuell auch die Terminierungentgelte auf den Prüfstand. Dabei handelt es sich um die Gebühren, die ein Mobilfunkanbieter einem anderen für die Weiterleitung der Gespräche in sein Netz in Rechnung stellt. Wer also in ein D-Netz anruft, zahlt in Deutschland derzeit allein 11 Cent an Terminierungsentgelt, beim E-Netz sind es 12 Cent, wie uns Areamobile aufklärt. In anderen euroäischen Staaten liegen diese Gebühren zum Teil deutlich niedriger, wenngleich nachwievor über den tatsächlich entstehenden Kosten – ein idealer Aufhänger für Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, die eine Anpassung an die Bestimmungen für das Festnetz andenkt.
So lesen wir in dem Artikel:
Immer wieder gab es in der Vergangenheit Streit um unterschiedliche Gebühren. Während den Großen der Szene wie Mobilcom und T-Mobile die höheren Terminierungsgebühren der kleineren Anbieter wie Hutchison ein dorn im Auge sind, mokieren sich diese über die neuen Vorschläge, die für sie wegen der geringeren Gesprächsminutenzahl zu Benachteiligungen führen würden. Nach deren Darstellung ergäbe dies für große Betreiber einen unberechtigten Gewinn und somit Wettbewerbsvorteil für die ohnehin schon finanzstärkeren Unternehmen. In diesem Zusammenhang wurden auch Rufe nach der generellen Abschaffung der Terminierungsgebühren nach amerikanischem Vorbild laut.
Die Endkunden wird es freuen, denn durch eine Vereinheitlichung würden Handy-Telefonate künftig noch billiger …