Drohen uns bald Handyviren? Juni 5, 2006 | 02:27 pm
Drohen uns bald Handyviren?

Liest man den Titel dieses Postings, so kommt fast schon der Gedanke an große deutsche Boulevardzeitungen auf. Keine Angst: Noch sind wir nicht in Gefahr. Doch in der Tat gewinnt das Thema Viren mehr und mehr auch für den Handybereich an Relevanz. Einem Bericht auf heute.de zufolge, sind bereits mehr als 200 verschiedene Handyviren im Umlauf.

Momentan ist es technisch noch nicht möglich, auf breiter Front Viren zu versenden. Doch die Risiken, die entstehen können, sind beträchtlich: absturz des Handy-Betriebssystems oder die automatische Anwahl teurer Telefonnummern sind nur zwei von vielen Möglichkeiten.

Haupteinfallstor der Viren sind dabei drahtlose Schnittstellen wie Bluetooth oder Infrarot. Zwar liegt die Reichweite des verwendeten Kurzstrecken-Funks lediglich bei 10 bis 15 Metern, doch in einer Menschenmenge kann es theoretisch vorkommen, dass ein Handy infiziert wird.

Zur Panik besteht allerdings momentan noch kein Grund. Wer ein gesundes Mißtrauen an den Tag legt und sich vorher genau überlegt, welche Software auf dem Handy installiert wird, der ist eigentlich vor Viren sicher. Im Notfall hilft es zurzeit auch noch, das Handy einfach abzuschalten oder den Akku zu entfernen. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, die Funkschnittstellen nur dann zu aktivieren, wenn sie wirklich gebraucht werden.

Antivirensoftware für das Handy, die es für ca. 30 Euro zu kaufen gibt, ist wohl noch entbehrlich. Doch warnt Matthias Gärtner, Sprecher des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), dass "die Risiken durch Handyviren [...] künftig wachsen, da die Handys immer mehr Funktionen beherrschen."

Quelle: ZDF/heute.de


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