Diskussion über Handyverbot an Schulen Juli 21, 2006 | 11:51 am
Diskussion über Handyverbot an Schulen

Handyverbot an Schulen und kein Ende in Sicht. Seit Ende März erregt dieses Thema nun schon die Gemüter und seitdem in Bayern das Handyverbot auf den Schulhöfen und in den Klassenräumen endgültig durchgesetzt wurde, werden geradezu inflationär Meldungen, Meinungen, Einschätzungen etc. hierzu veröffentlicht. Wie die Netzzeitung berichtet, hatte sich die Erziehungsgewerkschaft GEZ bereits im März gegen ein Handyverbot ausgesprochen:

«Ein Handy-Verbot ist unsinnig, weil es das Problem vor die Schultür verlagert», sagte die stellvertretende GEW-Vorsitzende Marianne Demmer der «Berliner Zeitung». Außerdem seien tägliche Kontrollen in den Schulen unpraktikabel.

Davon unbeirrt hatten die Bayern laut Computerpartner ihren momentanen Alleingang in Sachen Handyverbot mit dem argument begründet, die Möglichkeiten, Gewalt- und Pornodarstellungen per Mobiltelefon zu übermitteln, stiegen von Monat zu Monat. Überdies gäbe es keinen Grund, warum Kinder im Unterricht oder der Pause telefonieren sollten.

Insbesondere letzterer Grund veranlasst den Redakteur zu einer durchaus nachvollziehbaren Polemik:

Warum braucht man in Bayern ein Gesetz, um das störende und nervende Geklingel und Gesimse im Unterricht zu unterbinden? Waren Handys bis dato in Klassenzimmern sonderlich erwünscht? Sind im Unterricht Mobiltelefone nicht sowieso auszuschalten?

Andere und selbst CDU-regierte Bundesländer wollen bei diesem Verbot dann auch folgerichtig nicht mitmachen. Beispiel Hessen: Die Netzeitung berichtet:

Hessischen Schülern bleibt ein Handy-Verbot nach bayerischem Vorbild erspart. Kultusministerin Karin Wolff (CDU) erwartet lediglich, dass die Handys im Unterricht abgeschaltet sind, sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag in Wiesbaden. Gegen ein generelles Verbot spreche, dass Handys wichtige «Notrufsäulen» für Kinder und Eltern sein könnten.

Ein, wie ich finde, überaus fundiertes Statement zu diesem Thema kommt vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V (BITKOM), der ehr als 1.000 Unternehmen, davon 750 Direktmitglieder mit etwa 120 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten vertritt. Bei Portel wird das Statement wie folgt wiedergegeben:

Handys seien heute fester und wichtiger Bestandteil des Alltags Jugendlicher. Sie dienten zur Pflege sozialer Kontakte und würden gerade in Kleinstfamilien immer wichtiger, um den Alltag zwischen Alleinerziehenden und Ihren Kindern zu organisieren. "Der Missbrauch, den wenige damit treiben, darf nicht zu einem unzeitgemäßen Generalverbot führen"


Weiter heißt es:

Statt Handys auf dem Schulhof komplett zu verbieten, müssten Eltern und Lehrer Ursachen und Auslöser von Gewalt-Videos zum Thema machen. "Wir stehen hier nicht vor einem technologischen, sondern vor einem pädagogischen Problem", betont der Bitkom-Hauptgeschäftsführer.

Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen …


3 Responses to “Diskussion über Handyverbot an Schulen”

  1. alex Says:

    Es ist eine Frechheit ,daß Handys in der Schule verboten ist .Für Kinder die Mit dem Bus fahren müssen ist es die einzigeMöglichkeit im Notfall Z.B.Unfall oder versehentlicher Rausschmiss Hilfe zu bekommen.
    Außerdem werden auch Handys einkassiert die garkeine Kamera haben .Und seit wann
    sind Gruppenstrafen ein probates Mittel?
    Wo leben wir hier eigentlich?!!

  2. fabian Says:

    Ich schließe mich da meinem Vorredner an, und verweiße auf 2 meiner Artikel:
    http://www.fabianwalz.kilu.de/_homepage/?section=blog&action=blog&entry=152
    http://www.fabianwalz.kilu.de/_homepage/?section=blog&action=blog&entry=160

  3. Bluebabe Says:

    ich finde es gemein wen wir keine handys benutzen dürfen was ist den wenn wir den bus verpassen dann können wir nicht den halben tag nachhause laufen ICH BIN GEGEN DAS HANDYVERBOT

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