Bald endlich günstigere Roaming-Gebühren? April 12, 2007 | 02:45 pm
Bald endlich günstigere Roaming-Gebühren?

Eigentlich könnte man es sich ja einfach machen und darauf warten, dass sich VoIP flächendeckend durchsetzt. Doch bis dahin ist es vermutlich noch ein weiter Weg und so sind wir im Ausland darauf angewiesen, das gute alte Handy zum Telefonieren zu nutzen. Die Betreiber wird das freuen, denn nachwievor liegen die Roamingkosten in utopischer Höhe. Dass sich das nicht so bald ändert, ist in erster Linie der zögerlichen Haltung der EU zu verdanken. Denn bei SAT1 lesen wir:

Der Industrie-Ausschuss im Europaparlament hat sich am Donnerstag mit breiter Mehrheit für eine Obergrenze von 40 Cent pro Gesprächsminute ausgesprochen. Wer einen Anruf im Ausland entgegen nimmt soll höchstens 15 Cent pro Minute zahlen, forderten die Abgeordneten. Das Europaparlament stimmt Anfang Mai über eine Senkung der Auslandstarife für Mobilfunkgespräche, der so genannten Roaming-Gebühren, ab.

Wenn überhaupt eine Mehrheit für die Obergrenze zustandekommt, wird diese frühestens im Herbst zum Tragen kommen. Und ausgerechnet in Deutschland regt sich schon erster Widerstand:

Deutschland, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, schlägt eine Obergrenze von 52 Cent pro Minute für ausgehende Anrufe und von 25 Cent für die Annahme eines Gesprächs vor.

Auch teltarif weist darauf hin, dass sich die Verhandlungen noch eine Weile hinziehen können:

Mit dem jetzigen Abstimmungsergebnis dürften die Gespräche nicht so einfach werden. Die Regierungsvertreter hatten nicht nur für höhere Preisobergrenzen von 50 und 25 Cent pro Minute plädiert, sondern es werden auch nicht alle mit dem "zwangsverordneten" Eurotarif einverstanden sein.

Die deutsche Ratspräsidentschaft strebt eine Einigung im Juni an. Sollte dies erreicht werden, ist mit der Veröffentlichung des Gesetzestextes im Amtsblatt erst nach der Sommerpause zu rechnen. Billigere Handytelefonate im Urlaub oder auf Dienstreisen werden dann erst ab Herbst ermöglicht. Der Industrieausschuss hat zudem gefordert, dass die Verordnung nur für drei Jahre Gültigkeit haben soll.

Gute Aussichten für die Mobilfunkanbieter …


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