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von Christoph Römer am 07.07.06

ein interaktives Multimediasystem konzipiert, das Texte, Videos, Bilder mit 3D-Rekonstruktionen oder Audioinformationen mit Hintergrundinformation mischt und so aufbereitet, dass besucher sich via mobilem Internet die gewünschten Informationen auf ihr Handy laden können. Über eine Menüleiste können sie die gewünschten Zusatzinformationen auswählen.
Die Anwendung reagiert auch auf Sprachkommandos und kann je nach Interesse des Besuchers einen Routenplan erstellen. Auch Art und Menge der Information lassen sich je nach Interesse variieren. Über die Navigation in der Funkzelle, erkennt der Rechner, wenn sich der Besucher auf der Ausgrabungsstätte oder im Stadtkern bewegt und liefert entsprechend neue, passende Informationen.
Möglich wäre der Einsatz der Technologie auch in Museen. Der Vorteil für die Touristen: Sie müssen keine Geräte mieten und können sich jederzeit in den interaktiven Service einloggen, wenn sie Informationen wünschen. Voraussetzung ist allerdings ein Handy mit Triband-Technologie. Als Betreiber des Multimediaangebotes haben die Entwickler Städte und Touristikunternehmen im Visier. Sie müssten das Angebot erstellen und über ihre Internetrechner zur Verfügung stellen.
"Da die Besucher eigene Geräte nutzen und müssen die Institutionen kein weiteres Geld ausgeben, um den Service bereitzustellen", beschreibt Matteo Villa die Vorteile für die Anbieter. Das System arbeitet über existierende UMTS-, GPRS- oder GSM-Netzwerke, die Betreiber müssen also auch nicht in kabellose Netzwerke investieren. "Stattdessen könnten sie unter Umständen sogar Provision von den Mobilfunkanbietern erhalten, weil Touristen häufiger deren Netze nutzen", sagt Villa.
Für die Nutzer wäre der Service natürlich nicht gratis. "Der Service könnte als Paket angeboten werden. Wir schätzen, dass der Preis für den Zugang zu dem Multimediaangebot zwischen zwei und vier Euro liegen wird. An einem Ort wie Paestum, den jährlich 400 000 Touristen besuchen, könnten die Betreiber mit dem Informationsangebot Mehreinnahmen von rund 800 000 Euro erzielen - plus den Summen, die von Mobilfunkanbietern kommen", schätzen die Entwickler.
Das LADS-Weblog berichtet:
Agamemnon tailors a visit path based on site visitors' interests, cultural knowledge and time available - maßgeschneiderte Informationen also!
Bis wir aber soweit sind, dass der Handy-Guide im Museum zum Standard wird, dürfte es noch eine Weile dauern Zunächst ist erst einmal testen angesagt: Und zwar in den archäologischen Stätten Paestum und Mykene (Griechenland) sowie im Stadtzentrum von Genua.
Permalink: Agamemnon: Mit dem Handy durchs Museum
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Wong
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